Auf sechs Meter breiter Bühne und in schöngemalter Kulisse ist als "Hauptgang" die Verlorene Sohn-Geschichte zweier alternder Brüder zu sehen. Ein banales Begebnis mit zuerst nach gütig und garstig sortierten, dann aber einvernehmlich zum Guten gewendeten Charakteren aus dem bürgerlich-bäuerlichen Milieu einer vergangenen Epoche. Aber ganz ähnlich, wie es den großen Opern dank ihrer Musik und Interpreten bis heute immer wieder aufs neue gelingt, entfaltet auch das unsägliche Rührstück "Nur ein Musikant" sogleich eigentümlich-zeitlosen Charme. Die alten und klotzschweren Marionetten sind auf Übermannshöhe geschnürt, messen selbst nahezu einen Meter und wirken noch größer. Geschickt bewegt und gut gesprochen, werden sie schnell zu Persönlichkeiten, deren Zauber wunderbarerweise auch die schlichte Handlung adelt.
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