
von Anna Neef
Zschorlau. Die Kinder
haben sich am Sonnabendnachmittag in der Quarzhöhle des Besucherbergwerkes
"St. Anna am Freudenstein" kaum getraut, ein Wort zu sagen. Leise
tuschelten sie, blickten ängstlich umher und fragten sich, wo denn nun
die böse Hexe Kaukau sei. Die Aufführung dieses Märchens war
eine von vier Vorstellungen, die am Wochenende das Marionettentheater Dombrowsky
gab.
Schon beim Betreten der Höhle lief manchem Gast ein kalter Schauer über
den Rücken. Kuschelige Wolldecken sorgten dafür, dass keiner frieren
musste. Denn in dem duklen Stein-Gewölbe herrschte - im Vergleich zur
hohen Temperatur draußen - fast schon Eiseskälte. Die Kleinen störte
es nciht. Sie rutschten aufgeregt auf ihren Stühlen hin und her. Plötzlich
zog Stille ein. Der Gong zur ersten Szene ertönte, und langsam öffnete
sich der rote Samtvorhang. Dann erfuhren die Kinder von der Geschichte der
kleinen Inge, die für ihre Mutter das heilende Kraut "Wundersam"
aus dem Zauberwald der Hexe Kaukau holen wollte.
Nur zwei Marionettenspieler verbargen sich hinter der Bühne. Sie schenkten
den Puppen ihre Stimmen, bewegten sie und wechselten dreimal die Bühnenbilder
aus. Mit viel Hingabe und Witz hauchten sie den sieben Figuren eine Stunde
lang Leben ein.
Und für die Besucher hieß es, gut aufzupassen. Denn Kasper fand
nur durch die Hinweise der Zuschauer den Zauberschlüssel der Hexe Kaukau.
So
Noch bis Ende August tanzen in Zschorlau die Puppen, etwa bei den Stücken "Der Froschkönig" oder "Gräfin Cosel".
Tipp
Veranstaltungstermine der Programme für Kinder und Erwachsene sind telefonisch zu erfragen unter 0177/ 2170608